PTA Hamburg - Psychotherapieausbildung

Psychotherapieausbildung an der Universität Hamburg

Die PTA Hamburg ist eine staatlich anerkannte Ausbildungsstätte, die in Kooperation mit der Universität Hamburg die dreijährige Ausbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten im Schwerpunktverfahren Verhaltenstherapie durchführt. Die PTA Hamburg ist Mitglied im Verein universitärer Ausbildungsinstitute unith e.V.
Wenn Sie Interesse an einer Ausbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten haben können Sie sich auf unseren Seiten über unser Institut, den Aufbau der Ausbildung und das Zulassungsverfahren informieren. Weitere ausführliche Informationen können Sie auch unserer Informationsbroschüre entnehmen.

Wir freuen uns über Ihr Interesse!

Aufbau der Ausbildung

Die Ausbildung umfasst gemäß der Approbations- und Prüfungsverordnung PsychTh-APrV mindestens 4.200 Stunden, die auf folgende Ausbildungsbestandteile aufgeteilt sind:

  • Theoretische Ausbildung (mind. 600 Stunden)
    Die Theoretische Ausbildung umfasst Vorlesungen, Seminare und Übungen, in denen Grundkenntnisse für die psychotherapeutische Tätigkeit und Vertiefungskenntnisse im gewählten wissenschaftlich anerkannten Therapieverfahren vermittelt werden.
  • Praktische Tätigkeit (mind. 1.800 Stunden)
    Die Praktische Tätigkeit umfasst mindestens 1.200 Stunden an einer psychiatrisch-klinischen Einrichtung, die zur Weiterbildung auf dem Gebiet Psychiatrie und Psychotherapie berechtigt ist, und mindestens 600 Stunden an einer sozialrechtlich anerkannten Einrichtung der psychotherapeutischen oder psychosomatischen Versorgung. Dieser Ausbildungsabschnitt muss in Abschnitten von Mindestens drei Monaten absolviert werden.
  • Praktische Ausbildung (mind. 600 Stunden)
    Die praktische Ausbildung umfasst die Behandlung von Patienten unter Supervision. Dabei müssen mindestens sechs verschiedene Patienten aus verschiedenen Störungsbereichen behandelt werden.
  • Supervision (mind. 150 Stunden)
    Die praktische Ausbildung wird durch eine kontinuierliche Supervision begleitet. Etwa jede 4. Behandlungsstunde sollte supervidiert werden, davon mindestens 50 Stunden in Einzelsupervision. Im Rahmen der Ausbildung müssen mindestens drei verschiedene Supervisoren gewählt werden.
  • Selbsterfahrung (mind. 120 Stunden)
    Die Selbsterfahrung dient der Reflexion und Modifikation der eigenen persönlichen und biographischen Voraussetzungen für den Beruf des Psychotherapeuten. Sie ist damit ein wichtiger Bestandteil der Ausbildung, der insbesondere für den Umgang mit herausfordernden Interaktionssituationen schult.
  • Individuelle Schwerpunktsetzung (mind. 930 Stunden)
    Die Individuelle Schwerpunktsetzung kann zur Profilbildung einzelner Ausbildungsinstitute genutzt werden. Hier können verschiedene Ausbildungsinhalte vertieft oder ergänzt werden.

Ausbildungsorganisation

Die Ausbildungsorganisation wird durch drei verschiedene Gremien geleistet:

  • Die Ausbildungsleitung
    Die Ausbildungsleitung ist für alle Fragen der Ausbildungsorganisation zuständig.
    Sie besteht aus der Wissenschaftlichen Leitung Prof. Dr. Tania Lincoln und der Ausbildungsleitung Dr. Sylvia Helbig-Lang
  • Der Ausbildungsausschuss
    Der Ausbildungsausschuss unterstützt die Ausbildungsleitung bei der Konzeption der Ausbildung und des Curriculums, bei der Auswahl von Kooperationspartnern für die theoretische und praktische Ausbildung, bei der Entwicklung von Konzepten der Qualitätssicherung und bei der Durchführung von Prüfungen.

    Der Ausbildungsausschuss wird größtenteils durch Mitglieder der Universität Hamburg besetzt.
  • Der wissenschaftliche Beirat
    Der wissenschaftliche Beirat unterstützt den Ausbildungsausschuss bei der Weiterentwicklung des Curriculums. Er gibt Empfehlungen bezüglich neuer Erkenntnisse und Entwicklungen auf dem Gebiet der Verhaltenstherapie und stellt damit ein wichtiges Bindeglied zur aktuellen Forschung dar.

    Dem wissenschaftlichen Beirat gehören Prof. Dr. Stefan G. Hofmann (Boston University), PD Dr. Gitta Jacob (Hamburg), Prof. Dr. Jürgen Margraf (Ruhr-Universität Bochum) und Prof. Dr. Steffen Moritz (UKE Hamburg) an.

Weitere Informationen

Weitere Informationen zur Gestaltung dieser Ausbildungsbausteine an der PTA Hamburg GmbH finden Sie in unserer Informationsbroschüre.

Unser Profil

Ergänzend zu den vom PsychThG vorgegebenen Ausbildungszielen und Inhalten verfolgt der Ausbildungsgang der PTA Hamburg ein spezifisches Profil, das unter anderem aus der engen Kooperation mit der Universität Hamburg und dem Lehrstuhl für Klinische Psychologie und Psychotherapie resultiert. Dieses Profil lässt sich als „Scientist-Practitioner-Modell“ bezeichnen und ist durch folgende Punkte charakterisiert:

  • Förderung klinischer Forschung sowie Förderung von Promotionsvorhaben der Ausbildungsteilnehmer.
    Die Förderung erfolgt dabei durch die Unterstützung von Datenerhebungen, Einbindung von Behandlungen in laufende Forschungsprojekte, fortlaufende Evaluation von Therapien und Vergabe von Stipendien/Unterstützung durch Sachmittel. Dies erfolgt in enger Kooperation mit dem Lehrstuhl für Klinische Psychologie und Psychotherapie der Universität Hamburg.
  • Enge Ausrichtung der theoretischen und berufspraktischen Tätigkeit am aktuellen Stand der Wissenschaft.
    Dies wird sichergestellt durch die Auswahl geeigneter Dozenten, Lehrveranstaltungen zu Forschungsdidaktik und neuesten Erkenntnissen der Forschung, systematische Integration der theoretischen und praktischen Ausbildungsinhalte zu stringenten und umsetzbaren Therapiekonzepten. Ein Schwerpunkt der theoretischen Ausbildung liegt auf der Vermittlung evidenzbasierter Verfahren.
  • Integration neuer Entwicklungen der Verhaltenstherapie.
    Über die etablierten Verfahren hinaus werden im dritten Jahr der Ausbildung Kurse zu spezifischen Weiterentwicklungen der Verhaltenstherapie (Schematherapie, CBASP) angeboten.
  • Hohes Ausbildungsniveau durch kontinuierliche Evaluation und Qualitätssicherung.
    Dazu zählen neben der Evaluation von Lehrveranstaltungen und Supervision auch die Videoaufnahme von Therapiesitzungen, die ein qualifiziertes Feedback zu therapeutischen Interaktionen erlaubt, sowie die Einführung eines Qualitätssicherungssystems, das auch ein Beschwerdemanagement umfasst.

Kooperationspartner

Bei der Durchführung der praktischen Tätigkeit kooperieren wir mit einer Reihe von Einrichtungen in Hamburg und Umgebung. Dazu zählen:

  • Agaplesion Diakoniekrankenhaus Rotenburg
  • Ameos Klinikum Dr. Heines, Bremen
  • Asklepios Klinikum Nord/Ochsenzoll, Hamburg
  • Asklepios Klinikum Nord/Wandsbek, Hamburg
  • DRK Seepark Klinik Debstedt
  • Elbe Kliniken Stade
  • Fachkliniken Nordfriesland
  • Institut für Psychotherapieausbildung Bremen
  • Psychotherapeutische Hochschulambulanz der Universität Hamburg
  • Psychiatrisches Klinikum Lüneburg
  • Universitätsklinik Greifswald
  • Zentrum für Sozialpsychiatrie und Nervenheilkunde am Ostebogen

Die PTA Hamburg GmbH kooperiert darüber hinaus mit einer Vielzahl von externen Dozenten, Supervisoren und Selbsterfahrungsleitern. Eine aktuelle Übersicht aller Kooperationspartner kann der Informationsbroschüre entnommen werden.

Individuelle Unterstützung und Förderung.

Wir streben eine optimale Lernumgebung für alle Teilnehmer durch eine Ausbildung in kleinen Gruppen mit maximal 12 Teilnehmern an. In jährlichen Statusgesprächen besprechen wir mit den Teilnehmern ihren aktuellen Entwicklungsstand, um auf eventuelle Probleme eingehen zu können.

Darüber hinaus bieten wir eine optimierte Begleitung der praktischen Ausbildung durch die Möglichkeit zur Therapiebegleitung im ersten Ausbildungsjahr und videogestütztes Feedback zu ersten Behandlungsschritten

Bewerbung und Zugangsvoraussetzungen

Die Zugangsvoraussetzungen für die Ausbildung werden im Psychotherapeutengesetz (PsychThG) geregelt. Teilnehmen kann jeder, der über einen Abschluss im Studiengang Psychologie unter Einschluss des Faches Klinische Psychologie oder eine von der zuständigen Landesbehörde als gleichwertig anerkannte Ausbildung verfügt. Dies schließt Absolventen ein, die einen konsekutiven universitären Bachelor-/Masterabschluss im Fach Psychologie vorweisen, der dem Diplom inhaltlich gleichwertig ist. Bei Bedarf kann bei Aufnahme in den Ausbildungsgang eine Prüfung der Zugangsberechtigung durch das Ausbildungsinstitut erfolgen. Dies stellt jedoch keine rechtlich verbindliche Bestätigung der Zulassung dar.

Bewerbungen sollten in jedem Fall schriftlich erfolgen und die folgenden Unterlagen beinhalten:

  • Motivationsschreiben
  • Tabellarischer Lebenslauf
  • Zeugnis der Hochschulreife (Abiturzeugnis)
  • Abschlusszeugnisse eines universitären Studiengangs Psychologie
    (Nachweis eines Diploms oder eines konsekutiv belegten Bachelor- und Masterstudiengangs)
  • Masterabsolventen: Masterstudiengänge müssen ggfs. auf Äquivalenz zur Rahmenprüfungsordnung Diplom überprüft werden. Bitte reichen Sie deshalb auch eine kurze Übersicht über die Struktur Ihres Ausbildungsgangs (Bachelor und Master) ein
  • Ggfs. Zeugnisse über Berufstätigkeit, Praktika oder absolvierte Fort- und Weiterbildungen

Bewerbungen vor Abschluss des Studiums sind möglich; allerdings kann eine Aufnahme in den Studiengang erst erfolgen, wenn alle Prüfungsleistungen vorliegen. Legen Sie in diesem Fall Ihrer Bewerbung ein Transcript of Records bei, in dem alle bis zur Bewerbung erbrachten Leistungen dokumentiert sind.

Kosten der Ausbildung

Die Kosten der Ausbildung setzen sich zusammen aus monatlichen Gebühren für die theoretische Ausbildung und Selbsterfahrung und Gebühren für Supervision. Diesen Kosten können Einnahmen aus der praktischen Ausbildung entgegen gesetzt werden.

  • Kosten
    Theoretische Ausbildung (inkl. Selbsterfahrung) 12.420€
    Einzelsupervision 4.500€
    Gruppensupervision 2.250€
    Einmalige Prüfungsgebühr 150€
  • Einnahmen
    Eine Vergütung der praktischen Ausbildung erfolgt gestaffelt nach Ausbildungsphase. Für die ersten 200 geleisteten Behandlungseinheiten (BE) werden 25% der Einnahmen aus Therapietätigkeiten ausgezahlt; für die zweiten 200 BE sind es 30% und ab der 400. BE werden 35% der Therapieeinnahmen an die Teilnehmer ausgezahlt. Darüber hinaus wird auch die praktische Tätigkeit zum Teil vergütet; hier schwankt die Höhe der Aufwandsentschädigung jedoch erheblich.

Bewerbungen können jederzeit eingereicht werden.

Das weitere Aufnahmeverfahren sieht ein persönliches Auswahlgespräch vor, zu dem Sie schriftlich eingeladen werden.
Für Fragen zu Aufnahmebedingungen und Bewerbung stehen wir Ihnen gern zur Verfügung.

Bitte richten Sie Bewerbungen um einen Ausbildungsplatz an:

Psychotherapieausbildung
an der Universität Hamburg
z.H. Dr. Sylvia Helbig-Lang
von-Melle-Park 5
20146 Hamburg

Hausanschrift

Psychotherapieausbildung
Universität Hamburg
Raum 5002
Von-Melle-Park 5
20146 Hamburg

Kontakt

Tel.: 040-428 38 5377
Fax: 040-428 38 6170

Mail: info@pta-hamburg.de

impressum

Seitenbetreiber

PTA Hamburg GmbH
Abendrothsweg 25
20251 Hamburg

Geschäftsführer: Dr. Sylvia Helbig-Lang

Sitz der Gesellschaft: Hamburg
Amtsgericht Hamburg: HRB 132804

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mail: info@pta-hamburg.de



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